Rechtliche Aspekte

 

Charakteristika & rechtliche Aspekte KRAV MAGA DEFCON® beschränkt sich nicht nur auf die Optimierung bisheriger Krav Maga Konzepte. In verschiedenen Bereichen stellt KRAV MAGA DEFCON® eine nicht unerhebliche Erweiterung der israelischen Ausgangssysteme dar.

 

Eine wesentliche Ergänzung ist zum Beispiel die Berücksichtigung mitteleuropäischer Rechtsverhältnisse. Hierbei war das Primärziel, ein gesetzeskonformes Verhalten zu gewährleisten, ohne dabei eine Einschränkung der Effektivität zu erhalten. Bereiche wie präventive Maßnahmen und Deeskalation wurden in Kombination mit effizienten Vorgehensweisen der körperlichen Gegenwehr zu einem Stufensystem gekoppelt.

 

Damit wird gewährleistet, dass vom Bereich der verbalen Belästigung bis hin zur massiven lebensbedrohenden Gewalt Vorgehensweisen zur Verfügung stehen, welche dem Attackierten nicht nur erlauben, die körperliche Unversehrtheit aufrecht zu erhalten, sondern auch eine anschließende gerichtliche Betrachtung unbeschadet zu überstehen.

Warm up

 

Allgemeines Aufwärmen

 

Das allgemeine Aufwärmen ist durch eine geringe bis mittlere Ausdauerleistung gekennzeichnet. Durch korrektes Aufwärmen steigt die Körpertemperatur von ca. 37° auf 38,5°-39° an. Damit werden biochemische Stoffwechselvorgänge im Körper optimiert und die Durchblutung erhöht (bessere Sauerstoffversorgung der Muskulatur).
Die behutsame Belastung auf die Gelenkknorpel bewirkt eine bessere Versorgung mit Gelenkflüssigkeit – was der Verletzungsprophylaxe dient.

 

Spezifisches Aufwärmen

 

Im Anschluss an das allgemeine Aufwärmen wird die Muskulatur, die anschließend trainiert werden soll und durch das allgemeine Aufwärmen nur oberflächlich erwärmt ist, durch spezifisches Aufwärmen(auch spezielles Aufwärmen genannt) gezielt aufgewärmt und auf anstehende Belastungen und Techniken vorbereitet.

 

Mentales Aufwärmen

 

Die psychische Einstimmung auf das bevorstehende Training wird bei uns nicht unterschätzt. Mit leichtem Ausdauertraining kann Abstand zum hektischen Alltag genommen und die Konzentration und Willensstärke auf das Training trainiert gelenkt werden – damit das Training mit korrekter Technik durchgeführt werden kann und somit ein schnelles Lehrziel realisierbar ist.

Im Warm-up bereiten wir jedoch nicht nur den Körper und Geist auf die bevorstehenden Aktivitäten vor sondern trainieren gleichzeitig gezielt die 7 Koordinativen Fähigkeiten. Die Koordinativen Fähigkeiten sind für den nachfolgenden Technikteil essentiell von Bedeutung.

 

Rhythmisierungsfähigkeit

 

Fähigkeit einen von außen vorgegebenen Rhythmus zu erfassen und motorisch umzusetzen. Außerdem die Fähigkeit einen verinnerlichten Rhythmus einer Bewegung in der eigenen Bewegungstätigkeit zu realisieren.

 

Reaktionsfähigkeit

 

Fähigkeit zur schnellen Einleitung und Ausführung zweckmäßiger motorischer Aktionen auf Signale.

 

Kopplungsfähigkeit

 

Fähigkeit, Teilkörperbewegungen bzgl. eines bestimmten Handlungsziels räumlich, zeitlich und dynamisch aufeinander abzustimmen.

 

Kinästhetische Differenzierungsfähigkeit

 

Fähigkeit zum Erreichen einer hohen Feinabstimmung einzelner Bewegungsphasen und Teilkörperbewegungen, die in großer Bewegungsgenauigkeit und Bewegungsökonomie zum Ausdruck kommt.

 

Orientierungsfähigkeit

 

Fähigkeit zur Bestimmung und Zielangepassten Veränderung der Lage und Bewegung des Körpers im Raum.

 

Gleichgewichtsfähigkeit

 

Fähigkeit, den gesamten Körper im Gleichgewichtszustand zu halten oder während und nach umfangreichen Körperverlagerungen diesen Zustand beizubehalten oder wiederherzustellen.

 

Umstellungsfähigkeit

 

Fähigkeit während des Handlungsvollzugs das Handlungsprogramm veränderten Umgebungsbedingungen anzupassen oder evtl. ein völlig neues und adäquates Handlungsprogramm zu starten

Eine Leistungssteigerung der Koordinativen Fähigkeiten führt zu einer Steigerung der Leistung und schnelleren Umsetzung der zu erlernenden oder strukturierteren Ausführung der bereits erlernten Techniken. Unser Aufwärmen ist somit nicht nur ein reines Aufwärmen und vorbereiten des Körpers auf das anstehende Training sondern ein durchdachtes System, das den Trainingserfolg nebenbei verbessert.

Krav Maga Drill

 

Um den Sinn des Drills zu verstehen müssen wir auf die Wirkungsweise des Adrenalins vorgreifen.

 

Geschichte

 

Bei einer akuten Gefahr haben sich über Jahrtausende hinweg zwei Ur-Reaktionen bewährt: Kampf oder Flucht. Und darauf ist das menschliche Gehirn bis heute programmiert: Mit einer Kaskade von Botenstoffen vermag es den Körper sekundenschnell in Handlungsbereitschaft zu versetzen. Der Körper ist in Alarmbereitschaft „fight or flight“, Kampf oder Flucht, wie in der Stressforschung von Walter Cannon, der zweite große Pionier neben Selye, diese Reaktionen bereits 1915 beschrieb.

 

Reaktion

 

Die biologische Stressreaktion beginnt im Hypothalamus, einer Region des Zwischenhirns, mit der Ausschüttung von Corticotropin-Releasing-Hormon (CRH) und Vasopressin; diese Alarmstoffe bewirken in der Hirnanhangsdrüse die Freisetzung eines weiteren, ACTH. Der gelangt nun über den Blutkreislauf in die Nebennierenrinde und stimuliert dort die Produktion des Stresshormons Kortisol. Im Nebennierenmark werden derweil zwei weitere Stresshormone gebildet, Adrenalin und Noradrenalin.

 

Wirkung

 

Gemeinsam sorgen die Hormone dafür, dass der ganze Körper blitzschnell auf Hochspannung umschaltet: Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck schnellt empor, und die Atemfrequenz beschleunigt sich, damit der Körper mit mehr Sauerstoff versorgt wird. Die Leber stellt Zucker zur Verfügung, so dass die Muskeln und das Gehirn mehr Energie umsetzen können. Das Blut strömt vermehrt in die Skelettmuskulatur. Die Schweißdrüsen werden angeregt, um den Körper vor Überhitzung zu schützen.

 

Positive Auswirkung

 

Alles, was im Kampf nicht unbedingt die Überlebenschancen erhöht, wird derweil unterdrückt: Sexualtrieb, Müdigkeit, Hungergefühl, Verdauung und die Immunabwehr. In Körperteilen wie den Geschlechtsorganen, die nicht fürs Kämpfen oder Flüchten benötigt werden, ziehen sich die Blutgefäße zusammen. Energiereserven werden vom Körper bereit gestellt, die volle Leistung steht zum Abruf bereit, etc.

 

Negative Auswirkung

 

Ein Adrenalinstoß hat auch negative Eigenschaften. Die Blase und der Darm erhalten das Signal, sich schnell zu entleeren. Das rationale Denken wird vermindert, der Körper beginnt zu zittern da die Feinmotorik abnimmt, das Sichtfeld wird eingeschränkt (Tunnelblick), um nur einige zu nennen.

 

Um sich jetzt unter Adrenalin (bei einer Bedrohung) effektiv verteidigen zu können, gibt es zwei Möglichkeiten dies zu trainieren:

 

1. Das mehrjährige Trainieren und Wiederholen von Techniken bis diese automatisiert im Unterbewusstsein ausgeführt werden können.
(Die Schwäche bei diesem Konzept ist der hohe Zeitaufwand. Es ist daher nicht geeignet, um untrainierte Personen in kurzer Zeit unter Hochstress handlungsfähig zu machen.)

 

2. Das Trainieren der Techniken in Stresssituationen.
(Dinge die unter Stress erfolgreich angewandt wurden, werden sehr schnell als unterbewusste Reaktion bei ähnlichen Situationen abgespeichert.)


Aber wie kann man Techniken in Stresssituationen trainieren? Der Schlüssel hierzu ist unser Dril!

In unserem Training bauen wir aus diesem Grund sogenannte Drills (Stressdrills) ein. Bei diesen wird mit verschiedenen Hilfsmitteln, wie körperlicher Erschöpfung, Reizüberflutung, Überraschung u. Ä. realer Stress im Körper erzeugt und/oder typische Negativeffekte eines Adrenalinschubs hervorgerufen. Auf diese Art und Weise lassen sich in kürzester Zeit bemerkenswerte Erfolge erzielen da der Körper sich an die Reize gewöhnt und diese kontrolliert werden.

 

In einer realen Stresssituation kann durch die Erfahrung aus dem Drill das Adrenalin kontrolliert werden. Ebenfalls sind die Techniken die im Training trainiert wurden bereits im Körper für eine solche Situation abgespeichert und das Unterbewusstsein greift darauf zurück.

Durch den Drill wird somit ein Verhalten im Ernstfall ohne Risiken trainiert.

 

Als weiter Trainingsart um die Adrenalinausschüttung zu kontrollieren kommt das Modelmugging hinzu.

Technikteil

 

Wie bereits beim Warm-up beschrieben, ist auch im Technikteil die Struktur unseres Trainings kein Zufall oder eine Laune des Trainers. Unser Technikteil beruht auf der Struktur von Krav Maga Defcon. Die Techniken unseres Programms werden in vier Blöcken zusammengesetzt: Basic 1 – 4.

 

Bei einem Thema, z.B. „Grifflösen“, unterrichten wir mehrere Möglichkeiten und Variationen, die getrennt voneinander als Einzeltechniken oder in Kombination ausgeführt werden können. Die Techniken beinhalten ebenfalls mehrere Stufen der Eskalation, so dass für jede Situation die passende Verteidigung vorhanden ist.

 

Variationen

 

Uns ist bewusst, dass nicht jeder Schüler über die selbe Motorik, Koordination oder körperliche Vorteile verfügt. Der Vorteil der Variation liegt hierbei, dass sich der Schüler die ihm passende Technik verinnerlichen kann.

 

Verhältnismäßigkeit

 

Unser Technikteil enthält nicht nur praktische Übungen, sondern jeweils auch einen kleinen theoretischen Teil. Hierbei versuchen wir dem Schüler die Verhältnismäßigkeit der Verteidigung nahezulegen.

 

Schneller lernen durch verstehen

 

Unter diesem Aspekt gehen wir in unserem Training ebenfalls auf die Grundkenntnisse der Anatomie ein. Techniken, die zum Beispiel durch Hebelwirkungen auf Gelenke durchgeführt werden, werden von unserem Team mit dem Resultat und Funktion der Technik erklärt. Ebenfalls werden zu den einzelnen Techniken Verletzungshinweise gegeben, die dem Schüler ein verletzungsfreies Training ermöglichen. Um Techniken leichter zu erlernen, splitten wir diese im Unterricht in mehrere „Checkpoints“ (Einzelbewegungen) auf, sodass Schüler diese Stück für Stück erlernen können.

 

Trainiert werden die Techniken als Partnerübung, hier sind die Schüler jedoch nicht sich allein überlassen. Unsere Trainer stehen zur Seite und korrigieren die Ausführung, sofern notwendig. Nachdem wie bereits erwähnt, nicht jeder über die selbe Motorik, Koordination und Kraft verfügt, tauschen wir die Partner im Training regelmäßig, um so den Lernprozess zu beschleunigen.

 

Anlassbezogen werden Theorieeinheiten unterrichtet, sowie spezielle Trainings, wie zum Beispiel „Model Mugging“, also Angriffe auf jeden einzelnen Schüler durch Ausbilder mit Schutzausrüstung durchgeführt. Dies ist absolut erforderlich, damit der Trainierende seine persönliche Hemmschwelle zu überwinden und seine Verteidigungs-Kenntnisse unter Stress anzuwenden lernt.

Hier finden Sie uns:

Krav Maga Defcon

TC Pirmasens

Horebstr. 46a

66953 Pirmasens

 

Erwachsene (ab 15 J.)

dienstags & donnerstags

19:30 - 20:30 Uhr

 

Zusatzangebote Di & Do

20:30 - 21:00 Uhr

 

Kinder (5 - 14 Jahre)

dienstags & donnerstags

18:00 - 19:00 Uhr

 

SEMINARE

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

 

+49 0160 93774717

+49 0170 2711485

 

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